Die Errichtung von Windrädern auf den Rieselfeldern würde das Aus für unser Naherholungsgebiet bedeuten.

Es steht auch wortwörtlich in der „Änderung des Flächennutzungsplans: Windenergie in Berlin (01/24)“: „Die Bestandsnutzung des geplanten Windenergiegebiets ist geprägt durch die Nutzung als Landwirtschafts- und als Erholungsgebiet.“ (S. 67) Weiter heißt es: „…erstreckt sich das geplante Windenergiegebiet über die Landschaftsschutzgebiete LSG-39 „Rieselfelder Karolinenhöhe“, LSG-29 „Feldflur Gatow/Kladow“ und LSG-35 „Groß-Glienicke“ sowie über ein Ruhiges Gebiet gemäß Berliner Lärmaktionsplan mit entsprechenden Erholungsfunktionen. (…) Es handelt sich um eine gesamtstädtisch bedeutsame Potenzialfläche für Kompensationsmaßnahmen, die sich neben dem naturschutzrechtlichen Ausgleich im Rahmen einer Landschaftsentwicklung auch für dringend benötigte Ersatzhabitate besonders geschützter Arten.“ Hier der Link zur Öffentlichkeitsbeteiligungsseite des Flächennutzungsplans:
https://www.berlin.de/sen/stadtentwicklung/planung/flaechennutzungsplanung/oeffentlichkeitsbeteiligung/windenergie-in-berlin-01-24-1566188.php
Das Land Berlin hätte bis 2024 die Möglichkeit gehabt, durch eine Ausgleichszahlung seine Verpflichtung an ein anderes Bundesland zu übertragen. Dies geschah nicht. Es bleibt die Frage, ob Stadtstaaten wie Berlin mit ihren wenigen Freiflächen Windenergieflächen ausweisen sollten. Das ginge in Berlin nur, indem wertvolle Erholungs- und Naturflächen in energieindustrielle Funktionsflächen verwandelt werden.
Das Kladower Forum sieht sich als Kulturverein auch aufgerufen, Fragen der Gestaltung des öffentlichen Raums zu diskutieren. Ein Eingriff in die Kultur eines Landschaftabschnitts, der für die Kladower von großem Erholungswert ist, würde in der Form, in der er geplant ist, einen kulturellen Verlust bedeuten. Diesen hinzunehmen mit dem Hinweis auf Vorteile, die hierdurch in einem anderen Bereich der Daseinsvorge erzielt würden, ist zumindest diskussionswürdig.

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