Öffentlichkeitsbeteiligung zum Umspannwerk in Kladow vom 23. September bis 23. Oktober 2026

Stand: 28.09.2026

Das Umspannwerk Kladower Damm/Friedrich-Hanisch-Str. liegt an prominenter Stelle kurz vor dem Kladower Ortszentrum. Als Zweckbau hebt es sich von der umliegenden Bebauung ab, sollte sich aber so weit wie möglich in die vorhandene Bebauung integrieren. Hierzu hat der Bauherr Stromnetz Berlin am 27.05.2026 Gestaltungselemente präsentiert:

  • Die Traufhöhe des Gebäudes, welches am nächsten zum Kladower Damm liegt, soll weit unter vier Meter liegen, die Firsthöhe des um 60° geneigten Dachs um die 9 Meter.
  • Das Dach wird mit anthrazitfarbenen Ziegeln gedeckt, die Fassade soll mit beigen Keramikplatten versehen werden.
  • Auch die Außenanlagen sollen mit Rigolen und Trockenrasen sowie ortstypischen Gehölzen der Umgebund angepasst werden.

Leider sind diese Gestaltungselemente nicht in den Entwurf der Bebauungsplans 5-132 aufgenommen worden. Dieser Mangel ist nicht geeignet, Befürchtungen und Unsicherheiten in der Kladower Bevölkerung hinsichtlich der Baumaßnahme zu zerstreuen.

Dies sind die Forderungen des Kladower Forums:

  • Änderung des Bebauungsplan Pos. IV.9 („Im Plangebiet sollen keine Gestaltungsregelungen festgesetzt werden.“)
  • Die auf der Infoveranstaltung von Stromnetz Berlin am 27.05.2026 vorgestellten Gestaltungselemente sollen im Bebauungsplan festgesetzt werden.

Bitte beteiligen Sie sich am Verfahren! Schicken Sie Ihre Forderung an die bauplanleitende Behörde:
https://be.beteiligung.diplanung.de/plan/5-132

 


Stand: 18.09.2026

Aus dem Spandauer Amtsblatt:

Bekanntmachung vom 4. September 2026
Bau 2 Stapl B 14
Telefon: 90279-3566/2666 oder 90279-0, intern 9279-3566/2666
Der Entwurf des Bebauungsplans 5-132 vom 13. Juli 2026 für die Grundstücke Kladower Damm 327 und Friedrich-Hanisch-Straße 3 im Bezirk Spandau, Ortsteil Kladow, ist mit Begründung und den wesentlichen umweltbezogenen Stellungnahmen gemäß § 3 Absatz 2 des Baugesetzbuchs
ab dem 23. September 2026 bis einschließlich zum 23. Oktober 2026
auf der Internetseite:
https://be.beteiligung.diplanung.de/plan/5-132
sowie auf dem zentralen Landesportal:
https://mein.berlin.de
veröffentlicht.


Stand: 27.05.2026

Info-Veranstaltung am 27. Mai 2026: Stromnetz Berlin plant voluminöses Umspannwerk in Kladow

Auf der Informationsveranstaltung am Ort des Bauprojekts Friedrich-Hanisch-Straße 1 in Kladow waren einige wichtige Informationen zu erhalten. Der anwesende Entwurfsarchitekt erläuterte insbesondere die geplanten Ausmaße und die Fassadenmaterialien.

Die Traufhöhe des Gebäudes, welches am nächsten zum Kladower Damm liegt, soll weit unter vier Meter liegen, die Firsthöhe des um 60° geneigten Dachs um die 9 Meter.

Das Dach wird mit anthrazitfarbenen Ziegeln gedeckt, die Fassade soll mit beigen Keramikplatten versehen werden. Dies dürfte den technischen Charakter des Gebäudes etwas abmildern und zur Einpassung in die Umgebungsbebauung beitragen.

Auch die Außenanlagen sollen mit Rigolen und Trockenrasen sowie ortstypischen Gehölzen der Umgebund angepasst werden.

Es bleibt jedoch die Frage, wie verbindlich diese Ankündigungen sind. Im Bebauungsplan Pos. IV.9 heißt es „Im Plangebiet sollen keine Gestaltungsregelungen festgesetzt werden.“ Die Umsetzung des oben beschriebenen Entwurfs hinsichtlich Maßen und Materialien ist also in das Belieben von Stromnetz Berlin gestellt. Es stellt sich die Frage, warum der Bebauungsplan hier nicht präziser sein kann, zumal er sich nur auf das hier besprochene Bauprojekt bezieht.

Quelle: Stromnetz Berlin

Stand: Juli 2025

Wie angemessen sind die Pläne von Stromnetz Berlin, den Standort Kladower Damm/Friedrich-Hanisch-Str. auszubauen? Die jetzt dort stehende Anlage soll ersetzt werden, was mit dem gestiegen Stromverkehr (Verbrauch und Erzeugung) in Kladow begründet wird. Hier sind die Dimensionen einfach zu groß. Bis zu 13 Metern hoch soll eines der beiden Gebäude werden. Das Kladower Forum hat ein Gespräch mit der Vertreterin von Stromnetz Berlin geführt, in dem Möglichkeiten diskutiert wurden, die neue Anlage ortsbildverträglich zu gestalten. Die Pläne sind erst einmal auf den maximalen Bedarf zugeschnitten und sind Grundlage eines Bebauungsplanverfahrens, bei dem es noch eine Bürgerbeteiligungsphase geben wird. Wichtig ist uns, dass die tatsächliche Höhe der Gebäude reduziert wird, die Dachform und -eindeckung sowie die Fassaden ortsüblich angepasst werden. Es gibt ein gelungenes Beispiel aus der Richardstraße in Neukölln, was ein Vorbild sein könnte.

Hier der Link zur entsprechenden Information von Stromnetz Berlin:

https://www.stromnetz.berlin/technik-und-innovationen/investitionen/baumassnahmen/modernisierung-umspannwerk-kladow/

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