
Die sogenannte Schwerbeschädigtensiedlung ist eines der öffentlich geförderten Einfamilienhausprojekte in Kladow. Bauherr war der Siedlungs- und Bauverein der Schwerbeschädigten in Berlin GmbH.

Auf einem Kornfeld, das bis zum Baubeginn landwirtschaftlich genutzt wurde, entstanden in den Jahren 1963 und 1964 31 Fertighäuser aus Holz in Leichtbauweise mit Teilunterkellerung. Die Parzellen waren jeweils 800-900 m² groß. Der Grundstückspreis betrug 3,50 DM pro Quadratmeter.

Es gab drei verschiedene Haustypen. Die Kosten für den Typ 4 mit Grundstück betrugen 100.000 DM. Der Typ 4 verfügte über 4 Zimmer, moderne Einbauküche, Bad mit Durchlauferhitzer und Ölheizung.
1964 gab es noch keine Kanalisation in Kladow, das Abwasser wurde über eine Sickergrube und und das Regenwasser über eine störanfällige Dränage abgeleitet.

Die Bauausführung erfolgte in ausschließlich genageltem Ständerwerk, auch das Dach war mit Nagelbinder konstruiert. Die Isolierung war relativ gut.

Es gab erhebliche Verzögerungen beim Bau durch Missmanagement im Verein.
Bis auf ein Haus stehen die 31 Häuser heute noch.

Fotos und Informationen: Olaf Marquardt
