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»Der Osten, der Westen, der Zorn und das Glück« – Ines Geipel liest.

21. Januar 2027 / 18:00 – 19:30

Mit großer Klarheit und Offenheit geht Ines Geipel in ihrem Buch »Fabelland« noch einmal zurück. Zurück in die politische Umbruchslandschaft nach 1989, in die eigene Familie, zurück in all die verstellten, besetzten Räume der Erinnerung, zurück zu den Verharmlosungen und Legenden, die die Gegenwart so vergiften. Ein fesselndes, nein, ein befreiendes Buch, das auf die Frage zuläuft: Können wir Deutschen unser Glück auch verspielen?

»Fabelland ist ein kluges, dringliches und persönliches Buch.« J. H. Claussen in Chrismon, 14.2.2025

Fabelland »entlarvt die Erzählungen, die sowohl ein deutsch-deutsches Zusammenwachsen behindern, als auch eine Bewältigung des Diktaturtraumas.« C. Stövesand in Deutschlandfunk (Andruck), 12.8.2024

November 1989: In Berlin fällt die Mauer. Es ist einer der glücklichsten Momente der deutschen Geschichte. Ines Geipel ist bereits im Sommer in den Westen geflüchtet und erlebt den Zeitriss, die Hoffnungen und Aufbrüche als Studentin in Darmstadt. 35 Jahre danach erinnert sie sich: Wie fühlte er sich an, dieser historische Moment des Glücks? Wie erzählen wir uns Ost und West und die Wiedervereinigung? Woher kommt all der Zorn, woher die Verleugnung, wenn es um den aktuellen Zustand des Landes geht?

Ines Geipel, *1960, floh 1989 nach ihrem Germanistik-Studium von Jena aus nach Darmstadt und studierte dort Philosophie und Soziologie. Das zentrale Thema ihrer Arbeit als Autorin und Herausgeberin ist die deutsche Gewaltgeschichte sowohl des Nationalsozialismus als auch der DDR-Diktatur. 2011 erhielt Ines Geipel das Bundesverdienstkreuz am Bande, 2020 den Lessingpreis für Kritik, 2021 den Marieluise-Fleißer-Preis und 2023 den Erich-Loest-Preis. Von 2001 bis 2025 war Ines Geipel Professorin für Verskunst an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«. Ihr Buch »Fabelland« wurde für den Deutschen Sachbuchpreis 2025 nominiert. Zuletzt erschien ihr Buch »Landschaft ohne Zeugen«, mit dem sie für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 in der Kategorie Sachbuch/Essayistik nominiert ist.

»Fabelland« war für den Deutschen Sachbuchpreis 2025 nominiert. Aus der Begründung:
»Die Träume und Verheißungen von 1989 sind zerschellt an den Klippen eines Erinnerungsgebarens, das Verklärung und Verdrängung vor Ehrlichkeit und Einsicht gestellt hat … Der illusionslose Blick auf das marode System der DDR und dessen postume Beschönigung bedeutet jedoch keine weitere Abrechnung, sondern ist von Empathie und Trauer getragen. Zugleich wird in der poetischen Sprache Geipels ein Möglichkeitsdenken sichtbar, das die Hoffnung auf Ausgleich und Versöhnung nicht preisgibt. Ein erstaunliches Buch, das die verfahrenen Diskussionen um Ost und West neu beleben kann.«

»feinfühlig und zugleich messerscharf«, Rolf Hürzeler, Kulturtipp, 03. Januar 2025

»In Fabelland verbindet Ines Geipel persönliche Erinnerung und Familiengeschichte mit historischer Forschung und politischer Analyse und eröffnet einen profunden Blick auf deutsche Geschichte.« M. Läubli, NZZ Geschichte, 17.1. 2025

»Ein wichtiger Beitrag im derzeit eifrig betriebenen Diskurs um das Selbstverständnis der Ostdeutschen.« B. Baltschev, MDR Kultur, 9.8. 2024

»… eine aufregende Reise durch das verminte Gelände der Schuldverdrängung … Auf jeden Fall lesenswert.« C. Ley, SWR Kultur Lesenswert, 4.8 2024

»Ein in Stil und Sprache ganz außergewöhnliches Buch, das tiefer in die Mentalitätsgeschichte dringt und so auch für die Lage der Bundesrepublik instruktiver ist als der übliche Ost-Klamauk.« taz FUTURZWEI, 10. 9. 2024

»… Fabelland hebt sich wohltuend ab von den vielen Sachbüchern mit kraftvollen Thesen.« J. Ph. Friedrich, Der Freitag, 13.9.2024

»Klug, gedanklich präzise, stilistisch so anspruchsvoll wie wunderbar und sehr persönlich. Fabelland gehört zu den besten Büchern, die bisher über deutsche, speziell ostdeutsche Identität und Befindlichkeiten geschrieben wurden.« J. Käppner, Süddeutsche Zeitung, 18.12. 2024

Details: 21. Januar 2027, 18.00-19.30 in der »Kleinen Philharmonie«, Gemeindeshaus an der Dorfkirche, Kladower Damm 369, Eintritt frei

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  • Kladower Forum

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