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»Kann denn Liebe Sünde sein?« | Auf den Spuren des Liedtexters Bruno Balz | Lesung mit Musik

7. Oktober / 18:0019:30

Lieder wie »Ich brech‘ die Herzen der stolzesten Frau‘n« und Zarah-Leander-Songs von »Davon geht die Welt nicht unter« bis »Ich weiß, es wird einmal ein Wunder gescheh‘n« kennt fast jeder. Doch wer war Bruno Balz, der Mann hinter diesen Texten? Der 1924 mit »Bubi, lass uns Freunde sein« einen der ersten schwulen Schlager schrieb, der Hunderte Liedtexte für Kinofilme verfasste – und auch noch nach 1945 große Hits wie »Wir wollen niemals auseinandergeh‘n« oder »Mama« landete?

Judith Kessler zeichnet in ihrem Buch (Nicolai 2025) den Lebensweg des Berliners aus der Fasanenstraße nach und fragt, was an den Geschichten stimmt, die über ihn erzählt werden. Wie konnte Balz die wohl bekanntesten schnulzigen, aber auch frechen, subversiven und doppeldeutigen Schlager der Dreißiger- und Vierzigerjahre schreiben? Und wie entstand das Bild eines tragischen Helden, der als Homosexueller von den Nazis verhaftet und misshandelt, die berühmtesten Lieder des »Dritten Reichs« unter Zwang verfasst haben soll? Ein Beitrag zum deutschen »Gedächtnistheater« und Balz-Songs aus der Konserve.

Judith Kessler ist Sozialwissenschaftlerin und Biografieforscherin. Als Autorin schreibt sie u.a. »Fußnoten zur Geschichte« auf yupedia.blog, Programme für das Jüdische Kulturschiff MS Goldberg sowie biografische Essays und Bücher, zuletzt »Kann denn Liebe Sünde sein? Auf den Spuren des Liedtexters Bruno Balz« (Nicolai 2025).

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7. Oktober 2026 / 18:00 – 19.30 / Haus Kladower Forum / Kladower Damm 387 / 14089 Berlin / Eintritt frei

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Veranstalter: Kladower Forum oder Externer Veranstalter